Welchen Einfluss hat der Schuh beim Snowboarden?
Mai 23
Während Skischuhe ausschließlich als Hartschalenschuhe aus Plastik hergestellt werden, unterscheidet man bei einem Snowboardschuh zwischen weichen und harten „Boots“, wie ein Snowboardschuh auch genannt wird. Wobei die Bezeichnungen durchaus irreführend sein können, denn auch sogenannte „Softboots“ können vergleichsweise hart sein. Welcher Snowboardschuh bevorzugt wird, hängt ganz vom Können und den Absichten des Fahrers ab, ähnlich wie bei einer Skibindung. Denn die Schuhe haben einen großen Einfluss darauf, wie viel Kraft der jeweilige Fahrer auf das Snowboard überträgt. So bevorzugen Freestyler beispielsweise vergleichsweise weiche Softboots, während Freerider zwar auch auf weiche Stiefel setzen, dafür aber auf eine deutlich härtere Variante als ein Freestyler. Doch egal, ob hart oder weich, gemeinsam ist allen Snowboardschuhen dieser Art, dass sie eine gute Polsterung und eine dicke Fußsohle besitzen, die allerdings sehr flexibel ist.
Im Gegensatz zu Freeridern und Freestylern verwenden Snowboarder in alpinen Disziplinen fast ausschließlich die sogenannten Hardboots. Der Grund: Mit einem härteren Schuh ist eine direkte Kraftübertragung vom Fahrer auf die Kanten des Snowboards möglich. Außerdem kann der Fahrer Hebelwirkungen nutzen, da das Bein bei einem Hardboot sehr fest eingespannt ist. Wer einen eher flachen Bindungswinkel bevorzugt, der sollte allerdings auf die weichen Stiefel setzen, denn ein Hardboot erfordert eine Schrägstellung von mindestens 40 Grad, um eine optimale Kraftübertragung zu gewährleisten. Sitzt der Schuh zudem nicht richtig an, ist er wesentlich unkomfortabler zu tragen, als die weichere Variante. Hinzu kommt, dass Fahrer bei einem harten Schuh schneller mit Ermüdungserscheinungen zu kämpfen haben, da das Bein sehr fest umklammert wird.
Während Softboots sich vor allem bei Anfängern großer Beliebtheit erfreuen, da mit einem weichen Stiefel das Snowboard besser kontrolliert werden kann, kommen Hardboots heute fast ausschließlich bei Profisportlern in alpinen Disziplinen zum Einsatz. Zumal diese Stiefel in der Entwicklung und der Herstellung deutlich kostenintensiver und damit teurer sind als Softboots.
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